top of page

Alleinerziehende Mama mit Autismus und ADHS

  • Autorenbild: Vanessa "Janna" Spies
    Vanessa "Janna" Spies
  • 20. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. März


Warum ich mein Zuhause komplett anders gestalte – und warum du das auch darfst


Titelbild eines Blogartikels: Wohnzimmer mit Turnmatten, Indoor-Trampolin mit Hängematte und Basketballkorb, WLAN-Kamera, Echo Dot, Funk-Findern und Sensory-Play-Box. Ein Kind nutzt eine Zahnbürste mit App. Text im Bild: „Warum ich mein Zuhause anders gestalte – als alleinerziehende Mama mit Autismus & ADHS“.


Meine Kinder sind fünf und zwei.


Sie sind neugierig. Sie sind laut. Sie klettern auf alles. Sie bauen Dinge auseinander. Sie testen ihre Grenzen nicht aus Trotz, sondern aus Entdeckerdrang.


Und ich war lange im Dauer-Alarm. Wenn du das nur zu gut kennst, dann habe ich noch eine Kleinigkeit für dich:


Ich hatte ständig Angst, dass jemand vom Couchtisch fällt. Dass jemand mit dem Kopf gegen eine Kante stößt. Dass wieder jemand irgendwo hochklettert, wo er nicht hochgehört. Kleine Verletzungen sind passiert. Beulen. Schrammen. Tränen.


Nicht, weil ich unachtsam bin, sondern weil zwei sehr aktive, neurodivergente Kinder in einer normalen Wohnung leben.


Und ich dachte lange, ich müsste einfach besser aufpassen. Mehr erklären. Strenger sein. Konsequent bleiben.


Bis ich verstanden habe:

Das Problem ist nicht meine Erziehung.

Das Problem ist die Umgebung.


Wir leben hauptsächlich im Wohnzimmer. Also habe ich entschieden, das Wohnzimmer umzubauen. Nicht für Besuch. Nicht für Instagram.


Sondern für mein Nervensystem.

Bevor ich dir die Dinge zeige, die mein Zuhause massiv verändert haben, ein transparenter Hinweis:

Alle Produkte, die ich hier erwähne, habe ich selbst gekauft und selbst bezahlt. Ich werde von keinem Hersteller dafür bezahlt, sie vorzustellen. Allerdings bin ich Amazon-Partnerin. Wenn du über einen meiner Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.




1. Couchtisch raus – Turnmatten rein



Der Couchtisch war ein permanenter Stressfaktor. Meine Kinder kletterten drauf, sprangen runter, balancierten darauf. Ich saß nie entspannt auf dem Sofa. Mein Körper war immer bereit, aufzuspringen.


Also habe ich ihn entfernt.


Stattdessen liegen jetzt zwei große Turnmatten direkt vor dem Sofa. Sie dürfen springen. Sie dürfen toben. Sie dürfen Rolle vorwärts und rückwärts üben. Und wenn jemand fällt, fällt er weich.


Seitdem hat sich mein Körper beruhigt. Ich muss nicht mehr ständig „Pass auf“ rufen. Die Energie darf raus – nur sicher.


👉 Das sind die Turnmatten, die wir benutzen und die bei uns direkt nebeneinander vor dem Sofa liegen. Sie sind stabil genug für wildes Toben und gleichzeitig weich genug für Stürze.




2. Indoor-Trampolin mit Reck, Hängematte und Basketballkorb



Der Bewegungsdrang meiner Kinder war nie das Problem. Dass sie keinen geeigneten Ort dafür hatten, schon.


Sie sprangen vom Sofa, hingen an Möbeln, kletterten auf alles.


Also habe ich ihnen einen festen Ort für Bewegung gegeben: ein Indoor-Trampolin mit Reckstange, Hängematte und Basketballkorb.


Sie springen. Sie hängen. Sie schaukeln. Sie werfen Bälle. Und ich sehe, wie sich ihr Körper reguliert.


Ja, das Trampolin sieht nach intensiver Nutzung schnell nicht mehr wie neu aus. Ja, wir mussten kleinere Stellen flicken. Aber ich würde es sofort wieder kaufen. Es spart mir täglich so viel Nervensystem-Alarm.


👉 Das ist das Trampolin-Modell, das wir nutzen. Wenn du sehr aktive Kinder hast, rechne damit, dass es intensiv beansprucht wird. Für uns überwiegen die Vorteile ganz klar.




3. WLAN-Kameras statt nur Babyphone



Früher bin ich bei jeder Stille aufgesprungen. Wenn es ruhig wurde, war ich nicht entspannt. Ich war alarmiert.


Meine Kinder stellen viel an. Nicht aus Bosheit, sondern aus Neugier.


Mit mehreren WLAN-Kameras kann ich kurz auf mein Handy schauen und sehe: Sie spielen. Sie essen. Alles ist in Ordnung.


Ich kann die Spülmaschine ausräumen, ohne innerlich zu zittern. Ich muss nicht ständig Kontrollgänge machen.


Für manche wirkt das vielleicht übertrieben. Für mich ist es Regulation.


👉 Das sind die Kameras, die wir nutzen. Ich habe bewusst ein Modell gewählt, das einfach zu bedienen ist und mir mehrere Räume gleichzeitig zeigt.




4. Große Abdeckplane für Sensory Play



Meine Kinder lieben Sensory Play. Matschen. Mischen. Rühren. Gießen.


Und ich habe es gehasst.


Nicht das Spielen an sich – sondern das Chaos danach. Handtücher haben nicht gereicht. Tischdecken waren nicht wirklich wasserdicht. Es sickerte durch, zog ins Sofa, klebte im Teppich.


Jetzt lege ich eine große, robuste Abdeckplane über die Turnmatten und teilweise über die Couch. Und dann dürfen sie loslegen.


Nachher wische ich sie ab oder sauge sie ab. Fertig.


Ich kann das Spiel wieder genießen, weil ich weiß: Das Chaos bleibt kontrollierbar.


👉 Das ist die Plane, die wir nutzen. Sie ist groß genug für richtiges Matschen und stabil genug, um Flüssigkeiten wirklich aufzuhalten.




5. Echo Dot mit Alexa – mein externer Assistent



Mit Autismus und ADHS laufen in meinem Kopf ständig Prozesse. Wäsche. Einkaufen. Termine. Essensplanung.


Früher hatte ich Angst, ständig etwas zu vergessen.


Jetzt sage ich einfach:

„Alexa, erinnere mich in 30 Minuten an die Wäsche.“

„Alexa, setz Milch auf die Einkaufsliste.“


Das Gerät merkt es sich. Es piepst. Ich reagiere.


Die Kinder wählen selbst Musik aus, hören Geschichten oder fragen nach dem Wetter. Es ist ein kleines Stück Selbstständigkeit für sie – und ein riesiges Stück Entlastung für mich.


👉 Das ist der Echo Dot, den wir nutzen. Für uns ist er weniger Spielerei und mehr persönlicher Assistent im Alltag.




6. Funk-Finder mit Fernbedienung



Wichtige Dinge verschwinden bei uns regelmäßig. Fernbedienungen, kleine Geräte, alles Mögliche.


Suchen ist für mein Nervensystem kein kleines Ärgernis. Es ist Stress.


Mit den kleinen Funk-Findern drücke ich auf einen Knopf und das gesuchte Teil piepst. Gefunden.


Kein Sofa auseinanderbauen. Kein Vorwurf. Kein Chaos.


👉 Das sind die Finder, die wir verwenden. Sie funktionieren ohne WLAN oder App – einfach Knopf drücken und dem Piepen folgen.




7. Zahnbürste mit App – Zähneputzen ohne täglichen Kampf



Zähneputzen war lange ein Konfliktfeld.


Pflicht + neurodivergentes System = Widerstand.


Mit der App-Zahnbürste bekämpfen die Kinder spielerisch Bakterien. Es gibt visuelle Rückmeldung, kleine Spiele, Motivation.


Ja, die App ist nicht günstig. Es war eine bewusste Investition.


Aber sie spart uns tägliche Diskussionen und macht aus einer Pflicht ein Spiel.


👉 Das ist die Zahnbürste mit App, die wir nutzen. Wenn du weißt, dass Standardroutinen bei euch regelmäßig eskalieren, kann sich so eine Investition wirklich lohnen.




Du darfst dein Zuhause anders gestalten



Ich habe aufgehört, mein Zuhause und meinen Alltag nach gesellschaftlichen Erwartungen zu gestalten.


Kinder müssen nicht im Kinderzimmer spielen, wenn sie sich im Wohnzimmer sicherer fühlen. Ein Wohnzimmer muss nicht wie ein Katalog aussehen.

Eine Wohnung darf aussehen wie ein Bewegungsraum, wenn das euer Alltag ist.


Ich baue mein Zuhause nicht für Besucher. Ich baue es für mein Nervensystem.

Und wenn du neurodivergente Kinder hast, darfst du das auch.


Aber das Wichtigste bleibt:


Du darfst es anders machen.

Du darfst Sicherheit über Ästhetik stellen.

Du darfst dein Nervensystem priorisieren.


Wenn du auch endlich gut genug davon hast, deinen Alltag so zu gestalten wie es vor vielen Jahren konditioniert wurde, dann habe ich jetzt den nächsten Schritt für dich: ein alltagstaugliches System für Familien, die anders funktionieren.


Schau es dir an. Es erleichtert das Leben in Windeseile.

Kein Kurs. Kein Umsetzungszwang. Kein Coaching - einfach von einer Mama, die dem Chaos ein System gegeben hat ... ein neurodivergentes.


Schnell, effizient

Endlich wieder ein Leben ohne tausend Vorwürfe. Du musst gar nichts. Du darfst es anders machen.



Kommentare


Top Stories

bottom of page