5 Dinge, die mir bei meinem AuDHS wirklich das Leben erleichtert haben
- Vanessa "Janna" Spies

- 24. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen

Es gibt Dinge, die wirken von außen so lächerlich klein, so unscheinbar, so „braucht doch kein Mensch“.
Doch genau diese Dinge haben für mein neurodivergentes System einen Unterschied gemacht, den ich selbst nie für möglich gehalten hätte.
AUDHS ist nicht einfach nur „Chaotischsein“ und „ungeordnet wirken“. Es ist ein Nervensystem, das ständig zwischen Reizüberflutung, Entscheidungslähmung, Energieloch und plötzlichem Hyperfokus pendelt.
Ordnung, Ernährung, Routinen – all das kann zu viel werden, obwohl ich es mir gleichzeitig so sehr wünsche.
Deshalb habe ich mir Systeme gebaut, die nicht perfekt sind, aber für mich funktionieren. Und genau diese fünf Dinge haben mein Leben wirklich erleichtert.
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1. Meine Gerümpelkiste – der Sofort-Entstressungs-Knopf
Wenn mich alles überfordert, wenn Besuch kommt oder wenn mein Kopf einfach nach Ordnung schreit, mache ich heute nur eines: Ich schnappe mir meine Kiste und schmeiße alles rein, was herumliegt.
Kein Sortieren. Kein Überlegen. Kein Perfektionismus.
Eine einzige Bewegung: rein damit. Das nimmt sofort den Druck raus und verhindert, dass ich in einer Reiz- und Entscheidungsspirale lande.
Wenn mein Flow später zurückkommt, sortiere ich die Dinge ganz in Ruhe aus.
So bleibt meine Wohnung nicht im Chaos hängen und ich selbst auch nicht.
2. Mein großes Kistensystem – jedes Teil hat seinen Platz
Im zweiten Schritt habe ich mir ein großes, beschriftetes Kistensystem aufgebaut.
Jede Kategorie hat eine Kiste. Jede Kiste hat ein Label. Und mein Gehirn hat damit endlich klare Ankerpunkte.
Was früher ein „Wohin mit dem Scheiß?“ war, ist heute ein „Ach da!“
Ich renne nicht mehr suchend durch die Wohnung, verliere weniger Dinge und schaffe nach und nach echte Struktur – in meinem Tempo.
Je öfter ich meine Gerümpelkiste leerräume, desto ordentlicher wird alles. Langsam, aber nachhaltig.
3. Meine Blaulichtfilterbrille – Reizreduktion für mein Nervensystem
Klingt banal, hat aber mein Leben ernsthaft verändert:
Meine Blaulichtfilterbrille.
Sie nimmt visuelle Reize raus, beruhigt mein Nervensystem, hilft mir beim Fokussieren und macht abends alles weicher. Die Welt flimmert weniger. Mein Körper fährt schneller runter. Mittlerweile habe ich zwei (In- und Outdoor).
Für mich ist sie nicht nur ein Gadget – sie ist ein Schutzschild.
4. Mein vereinfachtes Kochsystem – Entscheidungen abschalten, Ernährung behalten
Essen war für mich früher ein riesiges Thema:
Was essen? Womit anfangen? Was vertrage ich?
Wie viel Aufwand? Wie viele Schritte? Wie viele Reize?
Heute habe ich ein System, das nahezu komplett reibungsfrei läuft:
Morgens Reis in den Reiskocher → fertig.
Tiefkühlgemüse und Tofu/vegane Alternativen in meinen Airfryer.
Eine asiatische Soße aus ein paar festen Grundzutaten im Thermomix.
Knoblauch & Ingwer aus der Tube → kein Schneiden, kein Chaos.
Dieses System nimmt mir jeglichen Entscheidungsstress. Ich muss nicht überlegen, nicht vorbereiten, nicht improvisieren und trotzdem esse ich warm, lecker und gesund.
Für mein AuDHS eine echte Erleichterung.
5. Meine kleinen Gadgets – Dinge, die „man nicht braucht“… aber ich schon
Lange habe ich mich davon abhalten lassen, mir das Leben zu erleichtern. Denn der Satz, den ich ständig hörte – und irgendwann selbst glaubte – war:
„Das braucht man doch nicht.“
Natürlich braucht ein neurotypischer Mensch viele meiner Dinge nicht.
Aber ich bin neurodivergent.
Und was für andere ein „Quatsch“ ist, gibt mir Struktur, Entlastung und sogar Freude.
Hier ein paar meiner Mini-Gamechanger:
Spülmaschinenrad, das anzeigt, ob sie sauber oder schmutzig ist
Clips, die Mülltüten festhalten (kein Verrutschen = riesige Reizentlastung)
Tütenhalter, damit ich Soßen stressfrei umfüllen kann
Elektrischer Gläser- und Dosenöffner, damit ich mich nicht abkämpfen muss
Portionsweise eingefrorene Soßen, damit ich sie nur auftauen muss
Es sind oft Dinge, die wenig kosten. Manchmal nur 1-2 €.
Oder die lächerlich wirken.
Oder die „kein Mensch braucht“.
Aber sie machen meinen Alltag leichter.
Und was viel wichtiger ist: Sie machen meinen Alltag schöner.
Seit ich mir erlaube, solche kleinen Helfer zu nutzen, ist meine Wohnung ordentlicher, mein Kopf klarer und mein Tag spielerischer. Und genau das darf neurodivergente Menschen unterstützen:
dass es nicht darum geht, „normal“ zu funktionieren, sondern darum, ein System zu finden, das zu uns passt.
Wenn du möchtest, findest du auf meiner Seite „Für dich“ weitere Impulse für deinen Alltag. Vielleicht ist etwas dabei, das dich gerade unterstützt.
Wenn du jetzt Lust darauf bekommen hast deinen Alltag noch mehr zu entlasten, dann habe ich etwas für dich:
Ein praxisnahes PDF für AuDHS-Menschen, die ihren Alltag nicht optimieren, sondern endlich entlasten wollen.
Keine Theorie, keine Floskeln – sondern konkrete, nachbaubare Alltagssysteme, die auch an schlechten Tagen funktionieren.













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