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Alleinerziehende Mama mit Autismus und ADHS

  • Autorenbild: Vanessa "Janna" Spies
    Vanessa "Janna" Spies
  • 17. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. März

Diese 5 Dinge retten meinen Alltag


Titelbild eines Blogartikels: Auf einem Küchentisch stehen ein Double-Zone-Airfryer, ein Staubsaugerroboter, ein Nudeltopf mit integriertem Sieb, ein automatischer Glasöffner und Funk-Tracker mit Fernbedienung. Im Hintergrund ist eine Mutter mit zwei Kindern in einer warm beleuchteten Küche zu sehen. Text im Bild: „5 Dinge, die meinen Alltag als alleinerziehende Mama mit Autismus und ADHS retten“.

Ich bin alleinerziehend.

Ich bin selbstständig.

Ich habe Autismus und ADHS.

Und ich habe zwei neurodivergente Kinder.


Das bedeutet nicht Chaos.

Es bedeutet nur, dass in meinem Alltag alles funktionieren muss. Nicht theoretisch. Nicht irgendwann. Sondern genau in dem Moment, in dem es gebraucht wird.


Ich bin extrem gut darin, Strukturen zu bauen. Ich kann perfekte Wochenpläne entwerfen. Ich verstehe Effizienz, Abläufe, Optimierung.


Ich bin nur nicht gut darin, diese Strukturen konstant einzuhalten.


Und genau deshalb habe ich aufgehört, Perfektion zu optimieren. Ich optimiere Fehlertoleranz. Ich baue mir Systeme, die für mich mitdenken, wenn mein Gehirn schon voll ist.


Bevor ich starte, ein transparenter Hinweis:

Alle Produkte, die ich hier erwähne, habe ich selbst gekauft und selbst bezahlt. Ich bekomme nichts von Herstellern zugeschickt. Allerdings bin ich Amazon-Partnerin. Das bedeutet, wenn du über einen meiner Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.


Und jetzt zu den Dingen, die mein Nervensystem wirklich entlasten.




1. Double Zone Airfryer – Essen ohne Eskalation



Meine Kinder haben Safe Foods. Und sie essen fast immer dieselben Dinge. Nur nicht exakt dieselben.


Früher hatte ich einen normalen Airfryer. Der war gut. Aber ich musste nacheinander kochen. Und wenn Kinder Hunger haben, gibt es kein „gleich“, sondern nur „jetzt“.


Mit zwei Zonen kann ich zwei unterschiedliche Gerichte gleichzeitig zubereiten. Oder zweimal dasselbe. Oder Safe Food für die Kinder und etwas für mich parallel.


Es geht schnell.

Die Küche bleibt übersichtlich.

Ich habe kaum Abwasch.

Ich muss nicht mehrere Pfannen und den Ofen gleichzeitig kontrollieren.


Für einen neurodivergenten Haushalt ist Geschwindigkeit kein Luxus. Sie ist Stabilität.




2. Staubsauger-Wisch-Roboter – Motivation statt Machtkampf



Ich habe ihn nicht nur wegen der Sauberkeit. Ich habe ihn, weil er meine Kinder aktiviert.


Wenn ich sage: „In 30 Minuten fährt der Roboter“, passiert etwas.


Plötzlich werden Legosteine eingesammelt. Kabel hochgelegt. Stühle verschoben. Der Boden wird freigemacht.


Aufräumen wird ein Event. Kein Machtkampf.


Ich brauche keine strengeren Regeln. Ich brauche Systeme, die Motivation erzeugen. Der Roboter diskutiert nicht. Er fährt einfach. Und genau deshalb funktioniert es.


Er übernimmt einen äußeren Takt, den ich selbst nicht immer konstant halten kann.




3. Automatischer Glasöffner – keine Mikro-Widerstände mehr



Ja, ich weiß, wie man Gläser mit einem Messer öffnet. Ich kann das.


Aber wenn das Essen kocht, ein Kind ruft und das andere schon hungrig wird, dann ist ein widerspenstiges Glas kein kleines Problem. Es ist ein zusätzlicher Stressmoment.


Ich setze das Gerät oben drauf, drücke auf den Knopf und es arbeitet.


Ich kann in der Zeit umrühren oder ein Kind beruhigen.


Wenn ich das Glas brauche, ist es offen.


Ich kaufe keine Geräte, weil ich etwas nicht kann. Ich kaufe sie, weil mein Gehirn keine unnötigen Reibungsverluste braucht.





4. Funk-Tracker mit Fernbedienung – Suchen kostet Energie



Handy weg. Kopfhörer weg. Tablet weg. Mediengeräte der Kinder verschwunden.


Früher bedeutete das Suchen, Stress, Zeitdruck und oft emotionale Eskalation.


Heute drücke ich auf die Fernbedienung. Es piept. Wir folgen dem Geräusch. Gefunden.


Kein Drama. Kein Sofa auseinanderbauen.


Diese Tracker funktionieren ohne WLAN, ohne App, ohne komplizierte Einrichtung. Ein Knopf, ein Piepen, fertig.


Ich baue Systeme, die Fehler mitdenken. Ich bin gut darin, Ordnung zu entwerfen. Ich bin nur nicht perfekt darin, sie dauerhaft umzusetzen. Und das muss ich auch nicht sein.




5. Nudeltopf mit integriertem Sieb – weniger Risiko, weniger Stress



Wir essen viel Nudeln. Safe Food, schnell, planbar.


Früher war das Abgießen jedes Mal ein Stressmoment. Kleine Küche, Kinder um mich herum, heißer Dampf, kochendes Wasser tragen.


Mit diesem Topf ist das Sieb innen eingehängt. Wenn die Nudeln fertig sind, hebe ich einfach das Sieb hoch. Das Wasser bleibt unten.


Kein Balancieren. Kein Kippen. Kein Risiko.


Es klingt klein. Aber genau diese kleinen Stressspitzen summieren sich über den Tag. Und wenn ich sie reduziere, reduziere ich meine Gesamtbelastung massiv.




Mein Alltag ist nicht perfekt – aber er funktioniert



All diese Dinge haben etwas gemeinsam. Sie sparen nicht nur Zeit. Sie sparen Regulation.


Ich optimiere meinen Alltag nicht auf Disziplin. Ich optimiere ihn auf Realismus.


Ich weiß, wie Struktur funktioniert. Also baue ich sie so, dass sie zu meinem Nervensystem passt.


Aus genau diesem Gedanken heraus ist auch mein AUDHS-Alltagsrahmen entstanden – eine alltagstaugliche Struktur für Menschen, die extrem gut denken können, aber nicht in starren Systemen leben.


Und weil dieses Thema so viele betrifft, entsteht daraus gerade eine vertiefende Version, die noch intensiver auf Alltag, Selbstständigkeit und Familienleben eingeht.


Willst du wissen wie ich meinen Alltag wirklich gestaltet habe, damit es endlich mit ADHS und Autismus funktioniert? 🫶🏻


Ich habe beide Anteile vereineigt und man ganz persönliches Setup gebaut. Das ganze teile ich jetzt mit dir. Wenn du mehr erfahren willst, schau gerne HIER vorbei.

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